Persönliches Fazit zum PolitCamp 2010, Berlin

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Am vergangenen Wochenende fand in Berlin das PolitCamp 2010 im »Radial System V« (Berlin) statt. Gleich vorneweg: Die Location und auch die Aussicht ist super und wirklich zu empfehlen. Zwei Tage nach dem PolitCamp hier meine ganz persönlichen Eindrücke in Kurzform:

  • Noch einmal zur Location: Die Räume dort sind angenehm groß und trotz der hohen Anzahl der Teilnehmer fand man auch immer problemlos einen vernünftigen Sitzplatz. Stehen oder auf dem Boden sitzen musste ich jedenfalls in keiner einzigen Session. Auch für eine vernünftige Stromversorgung wurde dank der »Netzsteckers« gesorgt. Meine vorsorglich mitgebrachte 10 Meter Stromleitung konnte jedenfalls im Rucksack bleiben. Daumen hoch dafür.
  • Wie bei einer solchen Veranstaltung üblich, ist das WLAN instabil und langsam.  Ständig ist man rausgeflogen und musste sich erneut einloggen. Zudem war es kriechend langsam. Aber da man das ja eigentlich vorher schon weiß,  und ich mich entsprechend vorbereitet habe, war dies für mich jetzt nicht besonders tragisch. So war der Nervfaktor bei mir zumindest nach 10-Minuten erledigt.
  • Problematischer war schon die Verteilung der Sessions: Die interessanten Themen finden immer zur selben Zeit statt. Gerade am ersten Tag war das recht nervig. Zudem wäre zu überlegen, dass bei Sessions mit Promifaktor (z.B. Frau Schröder) keine weiteren Sessions daneben stattfinden. Denn für die bleibt sowieso kein Besucher mehr übrig.
  • Auch war es ziemlich blöd, dass zwischen den Sessions keine Pause war. So konnte man nach einer Session kaum mit dem Referenten sprechen, ohne die Hälfte der nächsten Session verpassen zu müssen. Hier sollte im nächsten Jahr ein Puffer von vielleicht 10-15 Minuten eingeplant werden. Zudem ist man den ganzen Tag so nur von Session zu Session gehetzt.
  • Im Vorfeld der Konferenz konnten die geplanten Sessions mit einem neuen und interessanten Tool »Liquid Session« eingereicht und bewertet werden. Warum auf dieses Meinungsbild dann aber in der Konferenz aber nicht zurückgegriffen wurde, bleibt mir verschlossen, was eigentlich recht schade ist. Eine Idee wäre auch, jeder Session einen Tag zu geben. Dieser könnte nicht nur bei Twitter verwendet werden, sondern auch um zusätzliche Informationen zu einer Session an einem zentralen Ort (Liquid Session) zur Verfügung zu stellen.
  • Recht schade fand ich auch, dass für die meisten Sessions zu wenig Zeit vorgesehen war (das Problem wird aber wahrscheinlich immer bestehen). So sind die Diskussionen leider immer sehr weit an der Oberfläche geblieben und auf wirklich interessante Aspekte konnte so nicht tief genug eingegangen werden. Auf wirklich konkrete Feststellungen und Ergebnisse sind so leider ausgeblieben. Vielleicht habe ich da aber auch einfach mit zu hohen und vielleicht auch falschen Erwartungen (ich bin ja doch eher als Entwickler an handfesten Dingen interessiert) herangegangen.
  • Das PolitCamp habe ich hauptsächlich als eine Veranstaltung zum Kontakte knüpfen und Netzwerken verstanden. Leider ist aufgrund des vollen und interessanten Sessionplan dies leider etwas zu kurz bei mir gekommen. Vielleicht sollte auch schon in der Planung der Veranstaltung dafür mehr Raum gegeben werden.

Insgesamt war das PolitCamp aber sehr interessant, spannend und wirklich gut gelungen. Eine solche Veranstaltung in der Größenordnung muss man auch erst einmal so reibungslos über die Bühne bringen. Allein das verdient schon sehr großen Respekt an die Organisatoren des PolitCamp 2010.

Für alle die nicht beim PolitCamp dabei sein konnten: Die Videos von den Sessions und Diskussionsrunden in der großen Halle stehen alle bei Politik.de zur Verfügung.

German | 23. March 2010
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Comments

hallo, ich muesste ja ueber mein kurzes intermezzo auch was schreiben... aber ne nette zusammenfassung. leider haben wir uns trotz wink ansage nicht persoenlich gesehen ;-)
ich konnte aber einige zeit zum netzwerken nutzen...
btw. ich wuerde gern im feb,11 an der fh eine edu-kultur-camp machen...
HG
AK

Danke für den letzten Absatz und liebe Grüße aus Istanbul

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